geIRRte
Krallen schnappen zu.
Von oben wie unten.
Von rechts wie von links.
Eine Drehung
und die Feder spannt sich auf.
Die Zacken flattern im Licht und hinter den Löchern schwimmt die Einsicht.
Sie spiegelt sich wie ein Berg im See, doch im Grunde sind es nur Flecken.
Farbflecken, die sich festkrallen am toten Geäst,
welches den Schlaf auf sich warten lässt.
Den Schlaf. Den Schlafenden. Die Schlafende. Die Schlampige.
Schlampig, schlüpfrig, schnarchend, wachend, elend, lachend.
Was soll das eingeschissener Skihaufen von einem Mistküblkuchen mit minderwertigkeitskomplexbehauchtem Atem?
Hhhaa...
Ich nenne es den Seufzer der Leidenschaft, den Hauch der Leiden macht.
Irrgartenwege sind unergründlich, unübersichtlich, unausweichlich und widersprüchlich.
Also gehe ich jeden, bis es weh tut.
Ach, dummes Geschöpf.
Da ruft der weiße Mond: „Er ist ins Meer gefallen! Er ist untergegangen!“
Dann: stillschweigendkummerschwere Anziehungskraft.
Autsch.
ACH! IRRTUM! IRRLICH! IRRWICHT!
Der Mond ist nicht gefallen, der Weg wohl nicht gefangen,
der Atem nicht verbraucht und der Schlaf noch nicht missbraucht!
Die Farben sind kein Spiegelbild und die Krallen gab es nie.
Und ich, ich möchte lieben, aber kann es nicht.
Ungerecht zurecht der Schmerz,
der das Herz verzehrt.
Auszug aus dem TЯagebuch.
Februar 2022
©Felodeli