PfirsichTagUft

Wenn der Tag nach Pfirsich riecht,

du aber nur Zitronen siehst,

obgleich hier eine Orange sprießt,

so nimm die empfindliche Frucht,

wirf sie in die Luft, spring hinterher

und alles wird leer.

Wer? Wer soll das sein?

Die Frucht, der Duft? Vielleicht die Schlucht zur Eifersucht?

Wenn ich nichts mehr zu begreifen vermag

und der Zweifel in meinen Gedanken nagt,

wenn mich die Ohnmacht packt und mein Herz zerklatscht,

wenn durch meine Tränen die Leere fließt

und sich mein Geist um sich selbst ergießt, dann…

Ja, dann lade ich den Unsinn ein mit mir meinen Schmerz zu teilen!

Denn an das Schicksal glaube ich nicht,

noch an Wiedergeburt oder unendliches Licht,

doch auf den Irrsinn ist Verlass.

Bei seinem Scharren nach Sinnigkeit

narrt er mit Albernheit in den Wahn der Witzigkeit.

Und so kommt er wie erkommt

und er ist wie er ist

und er geht wie er geht,

der Unsinn, der Irrwitz, der Sums oder der Holler.

So wird die Torheit des Nonsense

zum Auftakt der Essenz.

Für Ricarda. ♡

April 2021