Resonanzraun

Und ich denke und träume, taumel und bäume alles mein auf dein

bei diesem blanken Zusammensein.

Mein Herz habe ich bereits aufgebahrt und tief im Sand verscharrt,

verschleppt und zu Tode gehetzt. 

Ich habe es zermalmt, zermatscht und Schlamm daraus gemacht, 

bis dass ein Brei durch meine Adern sich drängt,

sich tief ins Körpergeflecht zwängt,

mich durchdringt und zum Weiterleben zwingt.

Wenngleich ich in diesem Morast versink', als wäre ich ein Kind.

Da hat das Leben über mich bestimmt

und entschieden, dass ein neuer Abschnitt beginnt.

Und ich musste lernen, dass alles sich wendet,

sich wiegt und schmiegt, biegt und bebt und stetig Neues entsteht,

in diesem Prozess wo alles vergeht, wo aus allem sich alles erhebt.

Das Leben erschöpft sich und schöpft doch aus sich selbst heraus.

Ausgelaugt und wieder aufgebaut. Hör doch die gebrochene Seele, 

wie sie liebt und sich dem Leben ergibt.

Vor dem Mond singt sie ihr Lied und japst,

wenn sie ihre Wunden sieht.

Auszug aus dem TЯagebuch.

Jänner 2022