Z’blad
Die Erde schüttelt sich, sie rüttelt sich,
sie zieht, sie zerrt an dem was sie ernährt,
aus dem sie sich vermehrt, vermengt und auseinander rennt.
Mit jedem Schritt holt sie die Verwesung ein.
Eine Einverleibung vom lebenden Gebein.
Der Fuß wird zum Stein, ganz nackt und verklebt geht er und steht.
Die große, fette Menschenkugel spießt sich auf zwei Stelzen auf.
Welch knöcherne Kraft. Welch röchelnde Macht.
Eine kohlverbrannte asphaltierte Menschenwampe.
Ein Leib der lebt. Ein Leid das bebt.
Faulig und fremd weint es und flennt.
Sie bläht sich auf, die Elendsblase, wie Erdöl das brennt.
Es hustet, es spuckt, es bröselt und juckt sich die Flügel heraus,
bis das massige Tier verreckt so wie wir.
Da ham die Menschen wieder einen Menschen verschluckt.
Die Welt verfüttert sich ganz bitterlich und die Wirtschaft lacht:
"Welch Errungenschaft! Lasst uns weiter wachsen zu diesem Monopol der Macht.
Solange ich lebe, strebe ich und das Danach interessiert mich nicht!"
Auszug aus dem TЯagebuch.
August 2021
©Felodeli